Soziale Angst

Wer unter sozialer Angst (auch Sozialphobie genannt) leidet, kann mit klinischer Hypnose und Hypnosetherapie eine Besserung bis hin zur Heilung erfahren.

 

Mit klinischer Hypnose können bei Angstpatienten Kräfte des Unbewussten aktiviert werden, auf welche der bewusste Verstand oft keinen Zugriff hat. Meist kann die Hypnose-Behandlung in einigen wenigen Sitzungen erfolgen, also deutlich schneller und effektiver als in vielen herkömmlichen Therapien.

 

Dabei ist es das Ziel der Rückführung | Hypnoanalyse, zu den tieferen, unbewussten Ursachen des Problems vorzustoßen. Die Tiefenhypnose zielt auf einen schlafähnlichen Zustand, in dem die Kräfte des Unbewussten aktiviert werden können und sich heilende Suggestionen vom Unbewussten aufnehmen lassen.


Nicht wenige Angst-Patienten erleben schon in der ersten Hypnose-Sitzung eine so deutliche Veränderung, dass der weitere Heilungsverlauf nur noch darin zu bestehen braucht, dass im Lebensalltag die durch die Hypnose gewonnene Veränderung schrittweise integriert werden muss. Denn wer sich über eine lange Zeit bestimmte, durch soziale Angst geprägte Verhaltensmuster angewöhnt hat, muss im wahrsten Sinne des Wortes umlernen:


Mittels Hypnose kann eine innere Wandlung in ihm einsetzen, die ihn dazu befähigt, in sozialen Situationen selbstbewusst aufzutreten.

Wie sich dieses Selbstbewusstsein dann aber tatsächlich im konkreten Verhalten äußert, ist auch abhängig von der individuellen Persönlichkeit des Patienten sowie seinen sozialen Lebensumständen. Es ist also wichtig, das passende Verhalten einzuüben und auch die soziale Umgebung daran zu gewöhnen, dass man ihr nun anders gegenübertritt.


Bislang, das heißt bis zu einer Heilung, wie sie durch Hypnose erfolgen kann, ist das Auftreten und Verhalten des unter sozialer Angst leidenden Menschen durch innere und äußere Anspannung gekennzeichnet.

Der Angstpatient steht unter Stress. Schon der Gedanke an soziale Begegnungen, in welchen er nicht vertrauten Menschen und / oder mehr als einem oder zwei Menschen gegenübertritt, löst in ihm oftmals innere Unruhe aus.

 

Diese äußert sich dann meist auch körperlich, selbst wenn das dem an sozialer Angst leidenden Menschen nicht bewusst zu werden braucht:

Meist erhöht sich die Herzfrequenz, die Atmung ist schnell und flach, es tritt eine erhöhte Muskelspannung auf, es kann zu Magen-Darm-Problemen kommen, zu Zittern, Schwindelanfällen und anderem mehr.


Charakteristisch sind bei der sozialen Angst auch die Angstgedanken, welche den Patienten plagen. Typischerweise trägt er eine Menge negativer Vorannahmen mit sich herum. Soziale Situationen lösen in ihm vielfältigste Befürchtungen aus, er kann geradezu in Bedrohungsszenarien schwelgen.

 

Verbreitet ist dann die Annahme, infolge dieser Angstgedanken empfinde er auch körperlichen Stress. Davon ausgehend wird dann in vielen, gerade in kognitiv orientierten Therapieansätzen versucht, die Angstgedanken aufzulösen, um auf diesem Wege körperliche Ruhe und ein Selbstbewusstsein aufzubauen.


In der Sicht der Hypnosetherapie, wie sie in meiner Praxis angewendet wird, ist jedoch gerade vom Umgekehrten auszugehen:

Patienten sind meist nicht deshalb in Stress, weil sie sich Angstgedanken machen, sondern sie haben eben diese Angstgedanken, weil sie inneren Stress haben.

Denn evolutionär bedingt, reagieren wir Menschen auf innere und äußere Reize zunächst mit einer Fülle oft gar nicht bewusst wahrgenommener Reaktionen.

Wir bauen körperliche Spannung auf, welche dann auf der Bewusstseinsebene ihre Auswirkungen hat, zum Beispiel auch als angespanntes Grübeln, bei dem die Angstgedanken zu rasen beginnen.


Das schließt nicht aus, sondern legt sogar nahe, dass dann, wenn die Angst erst einmal körperlich etabliert ist und ihren Weg ins Bewusstsein gefunden hat, auch die Angstgedanken den körperlichen Stress weiter erhöhen, sodass sich hier ein Teufelskreis bildet.

 

Dieser lässt sich aber am ehesten durchbrechen, indem an der körperlichen Reaktion angesetzt wird. Dafür kann sich Hypnose in besonderem Maße eignen. Denn die Hypnose, wie sie in meiner Praxis durchgeführt wird, ist darauf ausgerichtet, eine möglichst große Tiefe zu erreichen.

Eine Tiefenhypnose erfordert es aber, dass der Klient sich in die Lage versetzt sieht, innerlich und äußerlich Spannung loszulassen. Gerade das fällt ihm aber bislang schwer. Es fällt ihm besonders in sozialen Situationen auf, bei genauer Beobachtung lässt sich aber oft feststellen, dass sein Spannungsniveau insgesamt erhöht ist.


Mittels Hypnose kann darauf hingewirkt werden, diese Spannung aufzulösen, sodass es dann möglich wird, bisher Stress auslösende Reize selbstbewusst auszuhalten. Auf diesem Wege vermag sich die soziale Angst in der Hypnosetherapie aufzulösen, indem sie dem Menschen das Gefühl einer inneren Ruhe und Harmonie vermittelt, das er gerade dann benötigen kann, wenn sich soziale Anforderungen für ihn ergeben.