Hypnosebehandlung der Angststörung

Klinische Hypnose und Hypnosetherapie kann bei der Angststörung ein wirksames Verfahren sein, um zu einer Heilung zu gelangen.

 

Da die Hypnose nicht mit dem bewussten Verstand arbeitet, sondern auf die Ressourcen des Unbewussten setzt, können mittels der Hypnosetherapie häufig Ergebnisse erreicht werden, die vorher als ganz unrealistisch erschienen.

 

So denken viele Betroffene schon seit Langem über die möglichen Ursachen ihrer Symptome nach, ohne aber eine passende Antwort zu finden. Auch bisherige therapeutische Ansätze können gescheitert sein, wenn sie zu dicht an der Oberfläche blieben.

 

Die Rückführung und Hypnoanalyse ist hingegen in der Hypnosetherapie eine Möglichkeit, zu den tieferen Ursachen vorzustoßen.

 

In meiner Hypnose-Praxis setze ich aber auch darauf, meinen Klienten eine möglichst tiefe Hypnose erlebbar zu machen. Das ist gerade für Angstpatienten wichtig, da sie meist von einer hohen inneren und äußeren Anspannung geplagt werden.

 

Um in eine tiefe Hypnose, einen schlafähnlichen Zustand, zu gelangen, ist es wichtig, eine innere Ruhe zu erreichen. Dies gelingt aber nur über ein inneres Loslassen und Geschehenlassen, mit welchem der Angstpatient seine Probleme hat, woran aber gearbeitet werden muss.

 

In dem Zustand der tiefen Hypnose ist es dann auch möglich, dass das Unbewusste wirkungsvolle Suggestionen annehmen und behalten kann.


Gerade die Schnelligkeit der Behandlung ist etwas, das bei der Angststörung sehr für die Hypnose spricht. Denn lang anhaltende psychische Belastungen wie bei der Angststörung hinterlassen im Organismus ihre Spuren. 

 

Die Hypnosetherapie ist eine kurzzeitorientierte Therapieform. Zieht sich hingegen eine andere Behandlungsform sehr lange hin, ohne dass positive Veränderungen spürbar werden, kann das Resignation nach sich ziehen. Damit drohen dann aber in Körper und Geist Selbstheilungskräfte zum Erliegen zu kommen, auf welche mit der Hypnose sehr stark gesetzt wird.


Das schließt nicht aus, sondern lässt es sogar als sinnvoll erscheinen, über eine Hypnosebehandlung nachzudenken, wenn man als Betroffener das Gefühl hat, in der bisher praktizierten Therapieform keine erstrebten Verbesserungen zu erreichen. 

 

Denn ganz allgemein, aber auch auf die Hypnose bezogen ist zu sagen, dass oft sehr verschiedene Faktoren zusammenpassen müssen, damit eine Besserung oder Heilung erreichbar wird. So sollten jedenfalls Patient und Therapeut miteinander kooperieren können, aber auch das gewählte Verfahren sollte als passend erscheinen.


Ob ein Verfahren aber passend ist, lässt sich wohl am ehesten daran ablesen, dass zeitnah wünschenswerte Verbesserungen eintreten oder sich zumindest ankündigen.

 

In der Hypnosebehandlung der Angststörung wird daher darauf gesetzt, dass möglichst schon in der ersten Sitzung erkennbar wird, dass positive Fortschritte erreichbar sind – wenn sie nicht, wie es häufig geschieht, sogar schon in der ersten Sitzung tatsächlich eintreten, ggf. durch weitere Hypnosebehandlungen aber noch stabilisiert werden können.

 

Woran kann man erkennen, dass man eine Angststörung hat?
Die Angststörung wird diagnostisch als sogenannte „generalisierte Angststörung“ erfasst,  wobei mit dem Wort „generalisiert“ darauf hingewiesen wird, dass sich die Angst nicht auf einen bestimmten, sehr genau eingrenzbaren Themenbereich wie z.B. die Angst vor Spinnen oder vor dem Fliegen richtet. Sie ist stattdessen „frei flottierend“. Nahezu jedes beliebige Thema, jeder beliebige innere oder äußere Reiz kann angstauslösend wirken.


Genauer gesagt verhält es sich so, dass die Angst oftmals einfach auftritt, ohne dass man genau angeben könnte, warum  sie in der jeweiligen Situation in Erscheinung tritt. Es scheint dann gerade gar nichts zu geben, was irgendwie beängstigend wäre. Aber trotzdem meldet sich die Angst.


Dieses unvermutete, nicht vorhersehbare, nicht kalkulierbare Auftreten der Angst kann selber Angst auslösend wirken (das Stichwort lautet dazu: Angst vor der Angst).  Die Betroffenen befinden sich dann in permanenter Unsicherheit darüber, ob und wann die Angst sich wieder melden könnte. Das kann besonders schwerwiegend deshalb sein, weil die Angstsymptome sich als sehr belastend erweisen können.


Zu diesen Symptomen zählen unter anderem eine ständige Unruhe und Nervosität, häufig begleitet von Zittern an Armen, Beinen, vor allem den Händen,  mitunter aber auch am ganzen Körper. Häufig ist die Muskelspannung erhöht, der Herschlag kann beschleunigt sein, ebenso die Atmung, es kann zu Benommenheit und Schwindelgefühlen kommen.

 

Diese körperlichen Symptome sind dann meist begleitet von Angstgedanken und Angstgefühlen. Diese brauchen sich keineswegs auf konkretisierbare bevorstehende Ereignisse zu richten. Es kann auch eine „namenlose“ Angst bestehen, die Angst vor irgendetwas, ohne dass sich angeben ließe, was genau eigentlich befürchtet wird.